Helgoland Deutschlands einzige Hochseeinsel
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Tagesausflug von Büsum nach Helgoland

Weiter ging es in Richtung der Brutfelsen. Das war es, auf das wir am heutigen Tag am meisten gespannt waren. Und wir wurden nicht enttäuscht. Das was wir zu sehen bekamen, kann kein noch so toller Fernsehbericht so vermitteln.


       Brütende Seevögel wo hin man Blickt              Basstölpel, Silbermöven und Lummen



Hier konnte man mit allen Sinnen wahrnehmen. Auge, Ohr und Nase wurden mit diversen Informationen gefüttert. Die Luft war erfüllt vom Geschrei der riesigen Anzahl verschiedener Vögel. Dicht gedrängt saßen sie auf den kleinen Felsvorsprüngen. Bei den Basstölpel konnte man die Jungvögel, die durch einen Elternteil beschützt wurden, sehr gut erkennen. Einfach faszinierend anzusehen und wenn meine bessere Hälfte mich nicht zum weitergehen gedrängt hätte, würde ich wahrscheinlich heute noch dort oben stehen und fotografieren.......


Brütende Seevögel wohin das Auge blickt



Basstölpel werden ca. 20 Jahre alt



Basstölpel sind die größten Seevögel an der Deutschen Küste



Die ersten Basstölpel brüteten 1991 auf Helgoland



Lummen und Silbermöven



Die Vorliebe der Seevögel, bunte Schnüre aus dem Meer zum Bau des Geleges zu verwenden ist nicht ungefährlich. Verfängt sich ein Vogel darin, so hat er kaum eine Überlebenschance, wie man hier leider an Hand der Überreste eines Basstölpels erkennen kann.


Basstölpel brüten gefährlich

Die Vorliebe für die bunten Nylonschnüre aus der Nordsee kann brütenden Vögeln zum Verhängnis werden.



Spätestens jetzt wird einem klar, das man selbst bei bestem Willen die Insel in den rund 3 ½ Stunden Aufenthalt nicht komplett erkunden, geschweige denn sinnvoll begehen kann. Trotz all dieser faszinierenden Vögel wollten wir noch weiter zur Langen Anna. Also losgerissen von diesem Schauspiel und weiter ging es, jedoch nicht ohne noch einen Basstölpel im Flug zu fotografieren.


Basstölpel im Flug

Wie alle Seevögel sind Basstölpel hervorragende Segler.



So, da stand sie nun vor uns. Die vielgerühmte, geliebte und umsorgte Lange Anna. Und die, wie ich feststellen durfte, ebenfalls von brütenden Seevögeln besetzt ist. Berühmt hin, berühmt her, wo Platz ist wird gebrütet. So einfach ist das.


       Helgolands Wahrzeichen, die Lange Anna              Helgolands Wahrzeichen, die Lange Anna



Nun wurde es aber auch schon langsam Zeit wieder zurückzugehen. Schließlich wollten wir uns auch noch das Angebot an Helgoländer Feuersteinen anschauen und bei Gefallen einen davon mitnehmen. Also ging es forschen Schrittes zurück. Oberhalb des Falmcafes (ich glaube das heißt so) hatte man unter anderem einen wunderbaren Blick auf die Düne.


Blick vom Falmcafe auf die Düne

Die Helgoländer Düne mit ihrem Sandstränden.



An dieser Stelle möchte ich noch ein kleines Panoramafoto einfügen, das aus 3 Einzelfotos entstand.


Panoramafoto Helgoländer Düne, Reede und Hafen

Schöner Blick mit den auf Reede liegenden Seebäderschiffen.



Noch ein paar kleine Einkäufe und dann ging es wieder ins Unterland, wo wir in der Bude 31 noch einen wunderschönen Feuersteinanhänger erstanden, den Mutter Natur in sanfter Herzform formte und der jetzt an einer Halskette bei meiner Frau seinen Platz gefunden hat. Schon wurde es auch Zeit zum Schiff zurückzukehren, zumal das Wetter uns jetzt ein paar leichte Regentropfen bescherte. Es war aber wirklich nur ein leichter kurzer Schauer, so das die Fahrt im Börteboot schon wieder im trockenen stattfand. Auf der Lady angekommen fanden wir unseren Platz von der Hinfahrt noch unbesetzt und so nahmen wir diesen auch wieder ein. Auch zu den anderen Schiffen brachten die Börteboote die Passagiere mittlerweile zurück. Zur Funny Girl aus Büsum, Fair Lady aus Wilhelmshaven und der Atlantis aus Cuxhaven.


Die Seebäderschiffe leiegn bereit um die Passagiere aufzunehmen

Atlantis, Funny Girl und Fair Lady stehen bereit um ihre Passagiere aufzunehmen.



Die Lady von Büsum war das erste Schiff das planmäßig seine Heimreise antrat. Noch ein letztes Foto und die unspektakuläre (weil sehr ruhige) Heimreise nach Büsum begann.


Abschied von Helgoland

Auf Wiedersehen Helgoland.



Ein Fazit dieses Tagesausflugs?
Natürlich gerne. Helgoland ist eine faszinierende Insel deren Besuch man nur empfehlen kann. So ein Tagesausflug mit 3,5 – max. 4 Stunden Aufenthalt kann aber wirklich nur erste Eindrücke vermitteln. Wer die Insel richtig erkunden und kennenlernen will muss auf jeden Fall einen mehrtägigen Aufenthalt planen. Allein die Natur dort ist es wert. Die Vogelkolonien, die von uns leider nicht besuchte Düne mit ihren Seehunden und Robbenbeständen und das besondere Flair dieser Insel kann man nicht in so einer kurzen Zeit erfassen. Fuselfelsen? Alles Quatsch, diese Insel hat wesentlich mehr zu bieten. Helgoland hat neue Freunde gewonnen. Wir werden, wenn möglich wiederkommen. Und dann hoffentlich auch für ein paar Tage.

Und bis dahin,
nicht umfallen Anna !